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Die Bremswirkung von Motoren kann sehr unterschiedlich sein. Fälschlicher Weise wird
hier oft eine Schubabschaltung für eine besonders starke
Bremswirkung verantwortlich gemacht.
Die wirklichen Ursachen liegen in der Motorbauart. Grundsätzlich bremst ein Motor je
weniger, desto mehr Zylinder er hat. Der Grund liegt im Verdichtungstakt des Motors. Bei
z.B. einem Einzylinder muß ein Kolben die große Zylinderfüllung verdichten. Bei einem
Mehrzylinder sind die einzelnen Zylinder in der Regel kleiner. Es muß also weniger Arbeit
aufgewand werden die Füllung zu verdichten. Ferner wird sich im gleichen Moment in einem
anderer Zylinder die Füllung gerade entspannen und somit den Kolben nach unten drücken,
was natürlich hilft einen anderen Kolben auf der selben Kurbelwelle nach oben zu
drücken.
Aus den gleichen Gründen spielt auch der Motorwinkel eine Rolle.
Die Steuerzeiten spielen ebenfalls eine starke Rolle. Je zahmer die Steuerzeiten, desto
stärker die Bremswirkung. Der Grund sind die bei scharfen Steuerzeiten länger offenen
Ventile. Durch diese kann ein Teil der Zylinderfüllung wieder entweichen und braucht
somit nicht komprimiert werden. Die effektive Verdichtung ist also niedriger.
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