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Steuerzeiten

Als Steuerzeiten werden beim Viertaktmotor die Zeiten bezeichnet, welche die Ventile für den Gaswechselvorgang geöffnet sind.
In diesem Zusammenhang wird oft eine Zahl genannt (z.B. 280). Hiermit ist gemeint, wie lange die Ventile offen sind, angegeben in Kurbelwellengraden (= doppelte Nockenwellengrade, da sich die Nockenwelle nur halb so schnell wie die Kurbelwelle dreht). Gemeint ist konkret die Zeit zwischen Einlaßventil(e) öffnet (Eö) und Einlaßventil(e) schließt (Es), bzw. Auslaßventil(e) öffnet (Aö) und Auslaßventil(e) schließt (As). Da die Zeiten Eö-Es und Aö-As fast immer gleich sind, wird oft nur eine Zahl genannt.
Generell braucht ein Vierventiler kürzere Öffnungszeiten als ein Zweiventiler, da der Ventilquerschnitt größer ist (der Platz, welchen den Gasen zum Durchströmen zur Verfügung steht).

Leider lassen sich Steuerzeiten nicht ohne weiteres Vergleichen, da ihnen oft unterschiedliche Ventilspiele zugrunde liegen. Bei der Angabe der Steuerzeiten sollte also auch das verwendete Ventilspiel mit angegeben sein.
Aber Achtung! Bei der Messung wird meist ein Ventilsspiel verwendet, welches stark vom Betriebsventilspiel des Motors abweicht (häufig 1mm).