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Die optimale Übersetzung



Um die optimale Übersetzung zu finden muß man sich erstmal darüber im klaren sein, was man überhaupt möchte.

1. Maximale Endgeschwindigkeit:
Hierfür sollte die Übersetzung so gewählt werden, daß die Höchstgeschwindigkeit genau bei der Drehzahl erreicht wird, bei welcher der Motor seine maximale Leistung abgibt.

2. Guter Druchzug/Beschleunigung:
Hierfür sollte man eine kürzere Übersetzg wählen. D.h. der Motor sollte bei gleicher Geschwindigkeit höher drehen als bei 1. Eventuell steigt der Verbrauch hierdurch etwas. Das muß aber nicht zwangsläufig sein, da man ja nun weniger oft runterschalten muß. Bei Motoren ohne Drehzahlbegrenzer muß man auch darauf achten, daß der Motor im großen Gang nicht über seine maximal erlaubte Drehzahl dreht.
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3. Möglichst geringer Verbrauch:
In diesem Fall sollte die Übersetzung möglichst lang gewählt werden. D.h. der Motor sollte bei gleicher Geschwindigkeit nicht so hoch drehen, wie bei 1. Als Nachteil muß man natürlich in Kauf nehmen, daß besonders der Durchzug schlechter wird. Eventuell wird die Höchstgeschwindigkeit auch nicht mehr im größten Gang erreicht.

Serienmäßig sind die meisten Motorräder so übersetzt, daß die maximale Endgeschwindigkeit in aufrecht sitzender Haltung bei der Drehzahl der maximalen Leistung erreicht wird.
Wer beispielsweise sehr viel zu zweit fährt, für den ist es durchaus eine Überlegung wert, die Übersetzung so zu verändern, daß die Drehzahl der maximalen Leistung bei Höchstgeschwindigkeit mit zwei Personen erreicht wird.
Meist übersetzt man eher etwas kürzer, als länger. Die Endgeschwindigkeit sinkt kaum, aber der Durchzug wird deutlich besser.
Ab und an sind Serienmotorräder allerdings auch zu lang übersetzt. Die Ursache liegt meist darain, daß nur mit einer langen Übersetzung die Geräuschbestimmungen eingehalten werden können (bei niedrigerer Drehzahl ist der Motor natürlich leiser als bei höherer Drehzahl). Gerade bei solchen Modellen lohnt ein kürzer Übersetzung sehr.

Für eine kürzere Übersetzung muß das Ritzel vorn verkleinert oder das Kettenblatt hinten vergrößert werden.
Für eine längere Übersetzung genau umgekehrt.
Dabei wirken sich Änderungen am Ritzel naturgemäß stärker aus als Änderungen am Kettenblatt.
Ferner sollte man, wenn irgend möglich, darauf achten, daß das Ritzel nicht weniger als 15 Zähne hat. Bei weniger als 15 Zähnen steigt der Verschleiß überproportional an.

Wer seine Übersetzung ändern möchte, der sollte sich vorher eine Gangdiagramm anfertigen. Am Besten in Verbindung mit einem Fahrwiderstandsdiagramm.
Das spart unnötige Experimente.

Achtung! Eine Änderung der Übersetzung führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis!